SDG 17

Deutschland vor dem Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen

Das Nachhaltigkeitsjahr 2019 muss für einen klaren Appell an die Bundesregierung genutzt werden: Sie muss mehr Bewegung in die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung bringen und die internationale Verantwortung Deutschlands für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zu einem wichtigen Kriterium ihrer politischen Entscheidungen machen. Bereits jetzt verstärkt sich die Sorge, einzelne Ziele im Jahr 2020 bzw. 2030 nicht mehr zu erreichen. Die große transformative Wirkung, die von der Agenda 2030 ausgehen sollte, lässt weiter auf sich[...]

Akteure zeigen Beispiele und Reformbedarf auf

Als Politikansatz für nachhaltige Entwicklung und eine gerechtere Welt stärkt die Agenda 2030 den Multilateralismus.

Vor 4 Jahren wurde die Agenda 2030 verabschiedet, damals noch einhellig. Die Agenda 2030 mit ihrem Herzstück – den 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung – als politische Erklärung der Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (VN) ist Ausdruck des Bemühens, multilateral und über Sektoren hinweg Entwicklung weltweit zu denken. Beim Hintergrundgespräch am 2.4.19 im Internationalen Münchner Presseclub diskutierten Expert*innen über die anstehenden Gipfel der Vereinten Nationen im[...]

Statisticians seek greater voice

By Barbara Adams and Karen Judd

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A common theme that ran through the 50th Session of the UN Statistical Commission, March 2019, was the often tense interface between data and policy-making and the asymmetrical power dynamics that shape it. This was evident in the several reports submitted for consideration by the Commission. One from the UN Statistics Division (UNSD) reported on the federated system of data hubs, designed to integrate new data sources[...]

Who controls the process, who owns the results? UN Monitor #2

Statisticians from around the world, meeting at the UN Statistical Commission in March, will again take stock of progress in the world of data over the previous 12 months, largely driven by the 2030 Agenda for Sustainable Development. The official report on filling the gaps in the global indicator framework—a clear priority of the 2018 Commission—show that while some progress has been made much has stalled. Gaps and tensions continue over the selection and interpretation of indicators, the data to[...]

UN Monitor #01

The 2030 Agenda for Sustainable Development has become a premier driver and justification for institutional and financial reforms along with the collection and analysis of more and more sophisticated data and statistics. Many UN Commissions are contributing to the implementation of the 2030 Agenda and achieving the Sustainable Development Goals (SDGs). One of these is the UN Statistical Commission, which meets for its 50th annual session 5 – 8 March 2019 at the UN headquarters in New York.

Warum die Umsetzung von Nachhaltigkeit allen voran eine staatliche Aufgabe ist

Im September 2015 haben die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die sog. 2030-Agenda verabschiedet. Sie umfasst unter anderem 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals). Die SDGs formulieren Maßnahmen und Ziele zu Themen wie Armut, nachhaltigem Wirtschaften und zur Eindämmung des Klimawandels. Doch während sich die Zivilgesellschaft weltweit auf den Weg zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit macht und unzählige Projekte und Initiativen von unten angeschoben hat, fällt die Bilanz der Politik eher bescheiden aus; dabei ist sie doch hauptverantwortlich[...]

Bundesentwicklungsministerium schlägt Gesetz zu globalen Wertschöpfungsketten vor

Laut Medien, hat das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) einen Entwurf für ein sogenanntes Wertschöpfungskettengesetzes erarbeitet. Der Entwurf enthält ein neues Gesetz, das menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten für große Unternehmen festschreibt, so die Tageszeitung taz. Bislang setzte die Bundesregierung auf freiwillige Maßnahmen, so auch in dem Ende 2016 verabschiedeten Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte. Aktuell ist Ernst & Young damit beauftragt, die Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfalt durch Unternehmen in Deutschland zu überprüfen. Sollte sich bis 2020 weniger als die Hälfte großer Unternehmen zu[...]

Mehr als 400 Teilnehmende entwickeln bei SUSTAIN, dem 1. Münchner Nachhaltigkeitskongress, Vorschläge für eine nachhaltige Stadtgesellschaft

Konkrete Handlungsvorschläge für die Münchner Nachhaltigkeitsstrategie statt eines „man sollte, man könnte, man müsste“ wünschte sich Münchens OB Dieter Reiter in seinem Grußwort als Schirmherr des 1. Münchner Nachhaltigkeitskongresses SUSTAIN (am Montag, 4.2.19 in der Alten Kongresshalle).  Den rund 400 Teilnehmer*innen des Kongresses sprach er damit aus der Seele: der Großteil engagiert sich seit vielen Jahren, teilweise Jahrzehnten für mehr Nachhaltigkeit. Pioniere oder Prototypen der Nachhaltigkeit müssten aktiv gestärkt werden, damit ihren konkret erlebbaren Ansätzen mehr Menschen folgen können, forderte[...]

Wege in die sozial-ökologische Transformation

Wo man auch hinschaut, überall Krisen und Probleme: Klimawandel, Flucht, Naturzerstörung, Feinstaub, Mietenwahnsinn, Wirtschaftskrise und viele mehr. Beim genaueren Blick auf die Zusammenhänge wird schnell deutlich, dass dies viel mit der Art, wie wir im Globalen Norden leben und wirtschaften, zu tun hat. Überspitzt könnte man sagen: Wir leben auf Kosten anderer.

Viele von uns wünschten, dies wäre anders. Wir möchten in einer Welt leben, die frei von Ausbeutung von Mensch und Natur ist.

Im neuen Buch „Das Gute Leben[...]

Save-the-Date

Spätestens seit dem Lissaboner Vertrag hat sich die EU dem neoliberalen Wirtschaftsmodell verschrieben. Die Folgen dieses nicht-nachhaltigen Wirtschaftsmodells sehen wir allenthalben: Gesellschaftliche Spaltung, unaufhörliche Erosion unserer natürlichen Lebensgrundlagen, Delegitimierung der „liberalen“ Demokratie. Auch für die Zukunft planen die Kommission und die Regierungen der EU ein Weiter-So: Weitere Deregulierung der Dienstleistungsmärkte, weitere Kommerzialisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge, noch mehr Globalisierung durch 20 weitere Freihandelsabkommen, Industrialisierung und Globalisierung der Landwirtschaft durch eine völlig verfehlte Agrarpolitik, während die vielzitierten Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der UN allenfalls[...]