Der SDG-Gipfel der Vereinten Nationen 2023

Ergebnisse – Konflikte – Perspektiven

Am 18. und 19. September 2023 trafen sich Staats- und Regierungschefs bei den Vereinten Nationen in New York, um eine Halbzeitbilanz der Fort- bzw. Rückschritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu ziehen. Das Treffen war der zweite SDG-Gipfel seit der Verabschiedung der Agenda 2030 im September 2015.

Der SDG-Gipfel stand am Beginn einer ganzen Gipfelwoche. Es folgten drei hochrangige Veranstaltungen zum Thema globale Gesundheit, ein Hochrangiger Dialog zur Entwicklungsfinanzierung, der sogenannte Climate Ambition Summit und ein Ministertreffen zur Vorbereitung auf den Zukunftsgipfel der Vereinten Nationen, der im September 2024 stattfinden soll.

Verbindliche Beschlüsse brachte keiner dieser Gipfel. Angesichts der weltpolitischen Großwetterlage konnte es bereits als Erfolg gewertet werden, dass der SDG-Gipfel und die Veranstaltungen zur globalen Gesundheit mit Politischen Erklärungen abgeschlossen wurden, auch wenn diese nicht unumstritten waren. Zum Zukunftsgipfel einigte man sich zumindest über den (sehr breiten) thematischen Rahmen des Gipfels und des Zukunftspaktes (Pact for the Future), der dort verabschiedet werden soll.

Zivilgesellschaftlichen Organisationen und sozialen Bewegungen ging dies nicht weit genug. Die über 300 Teilnehmer*innen der Global People’s Assembly, die parallel zum SDG-Gipfel in New York stattfand, kritisierten in ihrer Erklärung, dass das Ergebnis des SDG-Gipfels keine ausreichenden Antworten auf die globalen Krisen liefert.

Das neue Briefing des Global Policy Forums gibt einen kurzen Überblick über die Diskussionen und Aktivitäten rund um den SDG-Gipfel und seine Ergebnisse.

 

Von Jens Martens

Herausgeber: Global Policy Forum Europe

Bonn, September 2023