Schmutzige Profite

Deutsche Banken und ihre menschenrechtliche Verantwortung Der Fall des Dammbruchs von Mariana in Brasilien
Friedrich-Ebert-Stiftung, Facing Finance, MISEREOR
Diskussionsrunde
Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 28, 10785 Berlin

Vor etwa zweieinhalb Jahren brach der Damm eines Rückhaltebeckens für giftige Minenschlämme im Bergwerk des Unternehmens Samarco in Brasilien. Eine Flutwelle aus Millionen Kubikmetern Schlamm ergoss sich dabei ins Tal, begrub den kleinen Ort Bento Rodrigues unter sich und wälzte sich weiter bis an die Atlantikküste. Bis heute gelangt giftiger Schlamm aus dem Bergwerk ins Meer. Laut der amerikanischen Consulting "Bowker Associates" stellt die Katastrophe damit den schlimmsten Unfall in der Geschichte des Bergbaus dar. Bis heute wurde keiner der Verantwortlichen juristisch zur Verantwortung gezogen.
Was hat das alles mit uns hier in Deutschland zu tun? Welche Verantwortung haben deutsche Banken, Versicherungsunternehmen und die Unternehmen, die die Erze aus diesem Bergwerk nach Deutschland importieren? Was können KonsumentInnen, AnlegerInnen und InvestorInnen tun? Dies wollen wir mit Ihnen und Euch diskutieren.
Zunächst wird dafür Lesley Burdock die aktuelle Studie von Facing Finance, „Dirty Profits“ vorstellen, in der die Zusammenhänge zwischen einzelnen Bergbauunternehmen und den Europäischen Banken kritisch beleuchtet werden. Anschließend diskutieren unsere brasilianischen Gäste María José Horta Carneiro Silva (eine direkt Betroffene) und Joceli Andrioli von der brasilianischen Bewegung der Staudammbetroffenen (MAB) mit Susanne Friess von Misereor und Christian Russau vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika über diese Fragen. Maike Drebes von der Friedrich-Ebert-Stiftung wird die Veranstaltung moderieren.
Wir freuen uns auf Ihr und Euer Kommen am 17. Mai 2018. Wir beginnen um 17:30 mit einem kleinen Imbiss, um 18:00 beginnt die Veranstaltung und endet um 20:00 Uhr.
 
Anmeldungen bitte bis zum 7. Mai 2018 über unsere FES Webseite: www.fes.de/gpol oder unter Lena.Schill@fes.de.