Weltweit kommen Regierungen beim Ausbau der Gesundheitsversorgung nur langsam voran. Laut dem Global Monitoring Report 2025 zur Überwachung der Fortschritte bei der universellen Gesundheitsversorgung der Weltgesundheitsorganisation und der Weltbank haben 4,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten, und 2,1 Milliarden geraten durch Gesundheitsausgaben in finanzielle Not. Zwar hat sich die Versorgung verbessert und finanzielle Belastungen haben insgesamt abgenommen, doch bleiben große Lücken bestehen – insbesondere für Menschen in Armut und in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen, wo viele weiterhin hohe Eigenzahlungen für Gesundheitsleistungen, sogenannten „out-of-pocket payments“, leisten müssen.
Fortschritte bei der Behandlung von Infektionskrankheiten haben die Versorgung ausgeweitet, aber die rasch wachsende Belastung durch nichtübertragbare Krankheiten (NCDs) überfordert Gesundheitssysteme und erschwert eine kontinuierliche, bezahlbare Behandlung. Trotz einiger Verbesserungen im finanziellen Schutz sind die Schwächen des Systems weiterhin deutlich sichtbar.
Der Weltbankbericht kritisiert, dass die Fortschritte seit Einführung der SDGs 2015 zu langsam sei. Setzten sich die aktuellen Trends fort, würden 2030 fast ein Viertel der Weltbevölkerung weiterhin stark finanziell durch Gesundheitskosten belastet sein.
Um die Entwicklung hin zu Universal Health Coverage (UHC) zu beschleunigen, so der Weltbank-Bericht, müssten Regierungen Gesundheitsausgaben priorisieren, effizienter einsetzen und die öffentliche, vorausbezahlte Finanzierung von Gesundheitsdienstleistungen stärken. Besonders wichtig sei, dass arme Bevölkerungsgruppen kostenlose Grundversorgung erhalten und dass Gesundheitssysteme in die Lage versetzt werden, qualitativ hochwertige und integrierte Versorgung anzubieten.
