Die dritte Verhandlungsrunde zur geplanten UN-Steuerkonvention in Nairobi markierte eine Premiere: Erstmals fanden globale Steuerverhandlungen auf afrikanischem Boden und unter breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft statt. Insbesondere die afrikanischen Staaten traten geschlossen mit der Forderung nach einem Paradigmenwechsel auf – weg vom dysfunktionalen Verrechnungspreissystem hin zu einer formelbasierten, gerechteren Verteilung von Besteuerungsrechten multinationaler Konzerne.
Während der Globale Süden klare politische Positionen einbrachte, etwa zu öffentlicher länderbezogener Berichterstattung und zur Ablehnung verpflichtender Schiedsverfahren, zeigte sich auf Seiten des Globalen Nordens politische Zurückhaltung [...]
