Arbeitspapiere

Positionspapier der Treaty Alliance Deutschland zum UN-Treaty-Prozess zu transnationalen Konzernen und anderen Unternehmen

Seit Juni 2014 arbeitet eine Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats an einem verbindlichen UN-Abkommen, mit dem die Staatengemeinschaft die Aktivitäten von Unternehmen mit Blick auf die Achtung der Menschenrechte regulieren soll. Das Abkommen (UN-Treaty) soll den Schutz betroffener Individuen und Gemeinschaften vor Menschenrechtsverstößen durch Unternehmen verbessern und ihnen Zugang zu Rechtsmitteln ermöglichen. Vom 23. bis 27. Oktober 2017 wird die Arbeitsgruppe zum Abkommen zum dritten Mal in Genf tagen. Die Verhandlungsleitung durch Ecuador wird bis dahin einen Vorschlag für Elemente des zukünftigen [...]

Privatisierung, Partnerschaften, Unternehmensmacht und die Umsetzung der Agenda 2030

von Jens Martens

  • Mit der Agenda 2030 treten die Staaten dafür ein, bis zum Jahr 2030 die sozial-ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Dafür sind enorme politische und finanzielle Anstrengungen nötig.
  • In den letzten Jahrzehnten hat jedoch die Kombination aus neoliberaler Ideologie, Lobbyismus, unternehmensfreundlicher Finanzpolitik sowie Steuervermeidung und -hinterziehung den öffentlichen Sektor und seine Fähigkeit geschwächt, lebenswichtige Güter und Dienstleistungen bereitzustellen. Andererseits wurden dadurch eine beispiellose Anhäufung von privatem Vermögen und eine zunehmende Marktkonzentration ermöglicht. [...]

The case of the B20 and transnational business networks

Over the past eight years, the G20 has emerged as one of the most prominent political fora for international cooperation. For transnational corporations and their national and international associations and lobby groups, the G20 process provides important opportunities to engage with the world’s most powerful governments, shape their discourse, and influence their decisions. For this purpose, business actors have created a broad network of alliances and fora around the G20, with the Business20 (B20) as the most visible symbol of [...]

Wundermittel zur Umsetzung der 2030-Agenda?

Die 2030-Agenda der Vereinten Nationen und ihre Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) messen Partnerschaften zwischen öffentlichen und privaten Akteuren eine wichtige Rolle bei. Das Spektrum dieser Partnerschaften ist groß. Es reicht von öffentlich-privaten Projektkooperationen zwischen einzelnen Regierungen und Unternehmen bis hin zu globalen Partnerschaften, an denen zum Teil hunderte von Regierungen, internationalen Organisationen, Unternehmen, philanthropischen Stiftungen und zivilgesellschaftlichen Gruppen beteiligt sind.

Einen besonderen Boom erlebten in den letzten Jahren Partnerschaften zwischen Einrichtungen des UN-Systems und privaten Unternehmen sowie globale Partnerschaften, [...]

Die Umsetzung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung durch die Bundesländer

Wegen ihrer Zuständigkeit für wichtige Politikfelder spielen die Bundesländer bei der Umsetzung der 2030-Agenda in und durch Deutschland eine zentrale Rolle. Ganz im Sinne der im September 2015 in New York verabschiedeten Nachhaltigkeitsagenda sind davon prinzipiell alle Sektoren betroffen, von der Sozial- über die Landwirtschafts-, Bildungs- und Umweltpolitik bis hin zur Wirtschafts- und Industriepolitik.

Dabei gilt, dass es weniger ein Problem sein dürfte, innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategien der Länder auf Diskurse aus dem wirtschafts-, sozial- oder umweltpolitischen Bereich zu rekurrieren. Vielmehr [...]

Die Ergebnisse der 3. Internationalen Konferenz über Entwicklungsfinanzierung und die Mittel zur Umsetzung der 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung

Die internationale Politik war und ist 2015 geprägt von einer Reihe globaler Konferenzen und Gipfeltreffen. Ende November beginnt in Paris die Vertragsstaatenkonferenz zur Verabschiedung eines neuen Klimaabkommens. Im September beschlossen die Staats- und Regierungschefs bei einem Gipfel in New York die 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung mit den darin enthaltenen globalen Nachhaltigkeitszielen und bereits im Juli fand in Addis Abeba, Äthiopien, die 3. Internationale Konferenz über Entwicklungsfinanzierung (Financing for Development, FfD) statt.

Indispensible for a Universal Post-2015 Agenda

New Discussion paper for the Civil Society Reflection Group on Global Development Perspectives I March 2015

The Post-2015 Agenda with the Sustainable Development Goals (SDGs) as one of its key components is intended to be truly universal and global. This requires a fair sharing of costs, responsibilities and opportunities among and within countries. The principle of »common but differentiated responsibilities« (CBDR) must be applied. Coupled with the human rights principle of equal rights for all and the need to respect [...]

In a new working paper, GPF's Lou Pingeot discusses the influence of transnational corporations in the Post-2015 process. This working paper by Brot für die Welt, Global Policy Forum and Misereor provides an overview of the main corporate actors in the post-2015 process and how they shape the discourse on development. The paper advocates for more transparency around the participation of corporations in UN processes, including their financial support to UN initiatives, and for more reflection on the risks of [...]

The debates on an agenda for international co-operation and development beyond 2015 offer the opportunity to (re-)address in a holistic manner well-being and justice in societies. Given the economic, social and ecological challenges in the world, this is urgently needed.

The present framework of international development goals centering on the MDGs and the related strategies do not provide adequate answers to the global problems, be they accelerated global warming, the growing gap between rich and poor, the financialization of the [...]

Development Models and Indicators of Well-being Beyond the MDGs

Over the years since the Millennium Summit, the MDGs have proved to be an instrument of development policy that is both effective as publicity and suitable for campaigns. They are easy to understand and to communicate to a broader public. The civil society and UN campaigns on the MDGs have contributed to enhancing public awareness of the problems of poverty and hunger in the countries of the South – including not only those people especially concerned with development. Under the [...]